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Aufruhr in der Stadt: Einführung in das Community Development – eine Europa-Premiere Drucken E-Mail
Geschrieben von Philippe Fortuné   
Donnerstag, 14. Juli 2011

Training und öffentliche Veranstaltung Community Development - eine Europa-Premiere vom 07.-09. September 2011.

Wie Community Development unsere Ballungsräume vor dem sozialen Niedergang bewahrt.Trainer James Capraro aus Chicago zeigt, wie sich mit innovativen Methoden Eigeninitative und Selbsthilfe der Zivilgesellschaft mobilisieren lassen -- Wider den Burnout von Fachkräften und engagierten Bürgern

cd - san diego.jpg 

  • Auslösen von Schneeballeffekten bei der Vernetzung
  • Erstellen von Lebens-Qualitäts-Plänen
  • effektive Umsetzung mit den Planungsbehörden
  • Entstehung von resilienten, robusten und sich selber heilenden Kommunen
  • Import-Export-Strategien für die lokale Wirtschaft

Beitrag des Netzwerks Gemeinsinn zum Europäischen Jahr der Freiwilligen Seminar in München vom 7. bis 9. September 2011.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie im Volltext (weiter...) oder unter folgendem Link: http://www.netzwerk-gemeinsinn.net/content/view/673/43/ 

Deutschlands Städte geraten unter Druck. Die Sozialhaushalte schrumpfen, die Mittelklasse rutscht an die Armutsgrenze ab, das Nichteinbinden von Migranten schafft wachsenden Zündstoff.

Eine neue Methode baut Brücken: Ein Community-Development-Ansatz aus Chicago gelingt die Vernetzung der informellen und institutionellen Schlüsselpersonen in Stadtteilen. Er mobilisiert die Eigeninitiative und Selbstorganisation der Einwohner mit Hilfe spezieller Methoden: Interviewtechniken, Auslösen von Schneeballeffekten, Aufbau und Verfestigung von Beziehungen, lebendige Veranstaltungen, Erstellen von Lebens-Qualitätfs-Plänen, effektive Umsetzung mit den Planungsbehörden.

Der mehrstufige Ansatz mit neun wichtigen Prozessschritten stammt von James Capraro. Der Mann aus Chicago blicktcaparo_interview_-_2.jpg auf 40 Jahre Bürgerarbeit zurück, darunter eine Zusammenarbeit mit dem späteren US-Präsidenten Barack Obama. Er entwickelte die Methodik in seiner Heimatstadt und wendet sie als „Comprehensive (umfassendes) Community Development" erfolgreich in 50 US-Städten an.

Dies ist eine neue Form der Kooperation der Zivilgesellschaft mit Verwaltungen, Wirtschaft und Politik", sagt Capraro. Diese enge Verzahnung erfolgt auch mit so genannten „Saatgeldern" von Stiftungen. Sie brachten in Südwest-Chicago Investitionen in Höhe von insgesamt einer halben Milliarde US$ hervor, dazu mehrere tausend Arbeitsplätze.

„Unser Empowerment-Prozess zielt auf soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit und erschließt neue Horizonte des freiwilligen Engagements", erklärt Capraro. Seine Methode integriert und ergänzt in Deutschland praktizierte Methoden der sozialen Arbeit wie Quartiersmanagement und Nachbarschaftstreffs. Der hohe Vernetzungs- und Beteiligungseffekt von Community Development mobilisiert Eigeninitiative und Selbstorganisation. Dies wirkt langfristig der oft beklagten Überarbeitung und dem Burnout von Fachkräften entgegen.

Die Methode stiftet und kultiviert neue Beziehungen zwischen den Nachbarn und verdichtet diese zur Beziehungsmacht. Das lässt eine neue Sozialarchitektur heranwachsen, die den Weg ebnet zu resilienten - robusten, wehrhaften und sich selber heilenden - Kommunen. caparo_interview_-_1.jpg

Ihr Rückgrat ist eine florierende lokale Wirtschaft. Dafür hat Capraro ein Export-Import-Modell für benachteiligte Stadtteile konzipiert: Bewohner finden Arbeit in den Wachstumszonen einer Stadt und stärken mit ihren Gehältern und Kaufkraft die Lokalökonomie. Der Geldfluss stabilisiert und macht einen Stadtteil attraktiv für Investoren. Community Development Organisationen werden zu wichtigen Partnern der Wirtschaft. Dieser Fokus sozialer Arbeit auf wirtschaftliche Fragen ist neu.

Community Development greift zwar Ansätze aus dem bekannten Community Organizing auf, zu dem das Netzwerk Gemeinsinn e.V. früher bereits Trainings durchgeführt hatte. Insgesamt aber bietet diese Methode innovative Herangehensweisen: Sie fördern neue Allianzen und verstärken Kooperationen so nachhaltig, dass Formen der Selbstorganisation und Selbsthilfe entstehen, die auch nach Auslauf staatlicher Förderprogramme weiter bestehen.

Als Beitrag zum Europäischen Jahr der Freiwilligen 2011 wird Capraro auf Einladung des Netzwerk Gemeinsinn e.V. seine Community-Development-Methode erstmals in Europa öffentlich vorstellen und mit Teilnehmern trainieren. Präsentationen und Teile des Trainings sind auf Englisch.

Trainer:

James Capraro, Berater aus Chicago, USA: www.capraroconsulting.com, www.instituteccd.org

Koordination, Moderation, Kommunikation:

Maren Schüpphaus (089 820 85 880) und Philippe Fortuné (Netzwerk Gemeinsinn e.V., München), Wolfgang C. Goede (Wissenschaftsjournalist, München) 

Zielgruppe:

Professionelle und freiwillig Engagierte in den Bereichen Bürgerschaftliches Engagement, Stadtentwicklung/ Quartiersmanagement, Partizipationsmethoden, soziale Berufe, kommunale Planung, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und Stiftungen

Dauer des Seminars:

Donnerstag, 8. September 2011, 9-20:30 Uhr, und Freitag, 9. September 2011, 9-18 Uhr,
sowie vorausgehend „Frische Impulse und Visionen für die Stadtteilarbeit" - Öffentlicher Infoabend mit interaktivem Planspiel für Profis und engagierte Bürger: Mittwoch, 7. September 2011, 18-21 Uhr

Anmeldung

(siehe Anmeldeformular): cd-anmeldung 2011

Flyer zum Download: flyer_commdev-seminar_2011

Veranstaltungsort: Ökologisches Bildungszentrum (ÖBZ) www.oebz.de, Englschalkinger Str. 166, 81927 München.

Unterbringung: Hotel Kent (für Teilnehmende ist ein Zimmerkontingent reserviert) www.hotelkent.de

Infos zu Community Development bei Netzwerk Gemeinsinn e.V.: Interview mit Jim Capraro „Neue Lebensqualität für Städte durch Community Development" und viele weitere links: www.netzwerk-gemeinsinn.net/content/view/671/218 

Weitere Links:  

Community Development - neue Wege zur Integration und Transformation:
http://www.netzwerk-gemeinsinn.net/content/view/664/218/

Jim Capraro zu Mid-North Quality of Life Plan group: http://vimeo.com/15347261?ab

Creating Resilient Communities, Boston Globe: http://www.boston.com/bostonglobe/editorial_opinion/oped/articles/2011/02/20/creating_resilient_communities/

The Institute for Comprehensive Community Development: http://www.instituteccd.org/index.html

Capraro Consulting: http://www.capraroconsulting.com/about.htm

Nicholas von Hoffman; Radical: A Portrait of Saul Alinsky, Nation Books, New York 2010: http://www.amazon.de/Radical-Portrait-Nicholas-Von-Hoffman/dp/1568584393

Interview Nicholas von Hoffman über Saul Alinsky: http://www.youtube.com/watch?v=UL6TVxLR5yI

Jim Capraro über das wirtschaftliche Rückgrat des Community-Development-Ansatzes geschickt, das sogenannte Export-Import-Modell: It's the economy, stupid! -- A lesson in six chapters

Veranstalter:

Netzwerk Gemeinsinn e.V.
c/o Ökologisches Bildungszentrum
Englschalkinger Str. 166
D-81927 München
info@netzwerk-gemeinsinn.net
www.netzwerk-gemeinsinn.net

 
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