Ubuntu in Windows 10

Neu ist auch bei Microsoft auf der Build 2016 jetzt, dass Ubuntu mehr oder minder in Windows 10 eingebettet wird. Anfangs nur in der Insider Preview und für Developer ausgelegt, später dann für jeden.

Grundsätzlich funktioniert das so:

Mehr Informationen gibt es bei Dustin Kirkland, der für Canonical tätig ist.

Wichtig ist: Es handelt sich um keine VM, keinen Container und ist nicht cygwin-artig aufgebaut. System Calls von Linux werden mehr oder minder nur für Windows übersetzt – eine Art umgedrehtes wine.

Derzeit basiert der Spass noch auf Ubuntu 14.04 und soll bald auf Ubuntu 16.04 hochgepatcht werden.

MacBook Early 2016

Die Apple-Note war kaum vorbei und schon war die Enttäuschung groß: Keine großen Innovationen, keine neuen MacBook’s. Grundsätzlich habe ich auch mehr erwartet – mehr Innovationen, mehr Neuheiten oder schlichtweg einfach eine Kleinigkeit, die mich vom Hocker reißt.

Apple ist aber – aus meiner Sicht – weder bekannt für große Sicherheit in ihren Systemen, noch für direkte Innovationen, sondern schlichtweg für Usability. Die Dinger (ob Smartphone, Tablet oder Rechenknecht) sind solide und funktionieren. Das Rad wird neu erfunden aus einer Fülle an Einzelteilen, die einfach ein wenig besser zueinander passen, als bei der Konkurrenz. Gleichwohl bedeutet dies aber auch strategisches Warten, um ein umso besseres Produkt zu präsentieren.

Ich bin jetzt absolut nicht in der Materie des Mac Pro, aber als außenstehender erinnere ich mich noch an die ewige Warterei bei den CAD-Menschen, die auf einen Refresh gewartet haben und Apple hat dann einen überzüchteten (überteuerten?) Rechner im Flugzeugturbinen-Design auf den Markt geschmissen.

Warum kamen nun keine neuen MacBooks? Die Skylake-Chips waren noch nicht zwingend ausgereift, siehe dazu auch meine Meinung hier. Ferner werden immer mehr 2-in-1-Geräte angefragt – die Welt dreht sich weiter, das Notebook ist schon fast „oldschool“.  Gefragt ist also weniger ein neues MacBook, sondern eine Innovation – eine Kombination aus iPad und MacBook. Ob das MacBook „Early 2016“, das jetzt im OS X Server aufgetaucht ist, dem gerecht werden kann, ist fraglich.

Grundsätzlich gehe ich beim MacBook Early 2016 eher von einem Refresh des MacBook 12 aus. Fraglich ist aber der Verbleib der MacBook Air-Sparte, die nicht mal mit einem hohen ppi-Wert aufwartet, also noch kein Retina-Display besitzt. Hier wäre eine Art „MacPad“ eventuell interessant – so ungefähr wie die Kombination des iPad mit einer externen Tastatur, nur leistungsfähiger.

Die MacBook Pro-Modelle haben durchaus noch ihre Daseinsberechtigung: Portable Workstations, die neben Leistung noch eine akzeptable Akku-Laufzeit aufweisen und sogar noch in Punkto Usability nicht schlecht abschneiden.

Heise spielt auch mit dem Gedanken, den ARM-Prozessoren den Einzug ins MacBook zu prophezeihen. Möglich ist alles, aber selbst Gerüchte sind noch Mangelware. Kommt hier eventuell das nächste „Big Thing“, oder bleibt Apple so langsam Innovationen und Fortschritte schuldig? Das iPhone SE hat mich zumindest nicht vom Hocker gerissen. Man mag gespannt sein, aber mein nächstes Notebook wird wohl eher in Richtung Tuxedo gehen.

MSSQL für Linux

Manchmal friert die Hölle eben doch zu – Microsoft plant den Microsoft SQL Server für Linux. Scott Guthrie schreibt dies im entsprechenden Announcement. Während im Text relativ wenig von Linux, als von den Funktionen des neuen SQL-Servers die Rede ist, betitelt die Headline doch ganz klar, dass MSSQL für Linux kommt.

Mit Microsoft kann man ja diverse Probleme haben – ich sehe das nicht anders – aber aus dem Business-Sektor kann man sie nahezu nicht mehr wegdenken. Produkte wie Exchange sind eigentlich flächendeckend im Einsatz, Ausnahmen in Enterprise-Größe werden meist schon nahezu schockiert thematisiert. Der SQL-Server ist definitiv eines der zentralen Produkte von Microsoft, da vieles hierauf aufbaut. Mit der Verfügbarkeit unter Linux geht man hier wieder einen Schritt auf andere Gefilde zu – wie in der Ära des Nadella nicht unüblich. Kunden fangen durch Sympathie und Offenheit für alternative Märkte.

Interessant sind auch die neuen Funktionen, die MSSQL 2016 bekommen soll. Schließlich ist das der beste MSSQL-Server seit langem, wenn man dem Zitat Glauben schenken darf.

This is the most significant release of SQL Server that we have ever done, and brings with it some fantastic new capabilities.

Die Neuerungen werden wie folgt beziffert:

  • Groundbreaking security encryption capabilities that enable data to always be encrypted at rest, in motion and in-memory to deliver maximum security protection
  • In-memory database support for every workload with performance increases up to 30-100x
  • Incredible Data Warehousing performance with the #1, #2 and #3 TPC-H 10 Terabyte benchmarks for non-clustered performance, and as of March 7, the #1 SAP SD Two-Tier performance benchmark on Windows1
  • Business Intelligence for every employee on every device – including new mobile BI support for iOS, Android and Windows Phone devices
  • Advanced analytics using our new R support that enables customers to do real-time predictive analytics on both operational and analytic data
  • Unique cloud capabilities that enable customers to deploy hybrid architectures that partition data workloads across on-premises and cloud based systems to save costs and increase agility

Man darf gespannt sein… :)

Aktualisierte Windows-ISO von Windows 10 (2016.2)

Die bisherigen Windows-Abbilder haben Update 1511 beinhaltet und nach Installation standen direkt die ersten Updates an. Dem hat Microsoft nun abgeholfen und alle Updates bis einschließlich Februar in die ISO integriert. Die aktualisierte Windows-ISO kann über MSDN/Technet bei aktivem Abonnement bezogen werden.

Windows_10_updated_february

Wer also über ein solches Abonnement verfügt, kann sich gerne die neue .iso herunterladen und spart sich zeitnah diverse Updates.

Freies Magazin 02/2016 verfügbar

Freies Magazin? Da war doch was? Genau, hier war doch erst die Jahresausgabe 2015. Jetzt ist schon wieder die Februar-Ausgabe verfügbar.

Auf der Website ist zum Inhalt zu lesen:

Inhalt der Ausgabe 02/2016

  • dCore
  • Kurztipp: Unerwünschte grep-Ausgaben vermeiden
  • Der Jahreswechsel im Kernelrückblick
  • Einführung in Typo3
  • GitLab Continuous Integration
  • Review: Steam Controller
  • Rezension: Professional Python
  • Rezension: Open Source und Schule – Warum Bildung Offenheit braucht
  • Rezension: Das Sketchnote-Arbeitsbuch
  • Rezension: Linux-Server – Das umfassende Handbuch
  • Leserbriefe und Veranstaltungen

Downloads

(Quelle)

Das kurze Schmökern lohnt sich in der Regel meist. Der Download sei euch daher ans Herz gelegt. 😉

Windows Server 2016 TP4

Die Technical Preview 4 (TP4) von Windows Server 2016 ist bei Microsoft erhältlich.

Der entsprechende Download ist hier zu finden. Eine Liste der Neuerungen ebenfalls:

  • Der Nano-Server ist Bestandteil von W2k16 und erfuhr diverse Neuerungen
  • Die Container in Windows (Docker,…)
  • Neuerungen in Active Directory Certificate Services
  • Neuerungen in Active Directory Domain Services
  • Neuerungen in Active Directory Federation Services
  • Neuerungen in Failover Clustering
  • Neuerungen in Hyper-V
  • Neuerungen in Windows Defender
  • Neuerungen in Windows Remote Desktop Services

Was ist noch zu beachten? Die System Requirements sind mit

  • 1,4GHz
  • 64 Bit
  • 512 MB RAM
  • 32GB HDD
  • Netzwerkadapter
  • DVD-Laufwerk, falls von DVD installiert werden soll

akzeptabel dimensioniert und entsprechen den Erwartungen.

Eventuell sind die Release Notes noch interessant für den einen oder anderen.

Viel Spaß beim Herunterladen und Testen. 😉