Namebench

Man kennt es ja grundsätzlich so: Internet-Anbieter auswählen, die Kriterien können über Preis, Ping, Bandbreite und vieles anderes mehr gehen. Hardware besorgen, verkabeln und Internet genießen. Was aber, wenn der Anschluss bei manchen Anforderungen hakt? Wenn die Pingzeit zwar okay ist, Webseiten aber langsam aufgerufen werden? Hier kommt Namebench ins Spiel.

Namebench ist ein Tool, um Nameserver zu benchmarken. Normalerweise bekommt man den Nameserver über seinen Router mit und dieser wiederum vom Provider. Alternativ gibt es im Internet noch nahezu endlos viele DNS-Server und obendrein natürlich noch diese, die Google selbst hostet (z.B. 8.8.8.8 und 8.8.4.4). Diese lösen die zum Hostnamen (z.B. my-devnull.de) gehörige IP-Adresse auf (in diesem Beispiel 217.160.222.225). Kann man gerne selbst nachprüfen:

CMD öffnen, nslookup schreiben und nach der Leertaste noch die entsprechende Domain anfügen. Das sieht dann so aus:

nslookupmydevnull

Okay soweit? In diesem Fall ist das relativ unschön angezeigt: speedport.ip steht für meinen Router, dieser fragt dann beim Provider weiter und der dann ggfs. noch weitere Nameserver. Was aber, wenn in dieser Kette einer der Nameserver langsam ist und dann – Flaschenhalsprinzip! – alles ausbremst? Hier kommt nun Namebench.

Grundlegend gilt zu Namebench zu sagen: Namebench wurde von Thomas Strömberg in seiner 20%-Zeit entwickelt. Das ist die Zeit, die Google seinen Mitarbeitern für eigene Programmierprojekte zur Verfügung stellt. Namebench wird nicht mehr aktiv weiterentwickelt, erfüllt seinen Zweck aber nach wie vor.

Tool herunterladen: Windows, Linux, OS X werden untersützt. GUI und Commandline sind zwei Möglichkeiten. Als Nameservers wird mein Router, sowie die Server von Google angegeben, um gegeneinander zu benchmarken. Ebenso kommt noch OpenDNS und UltraDNS, sowie andere ins Spiel.

namebench

Sobald das Tool gestartet ist, läuft der Vorgang automatisch durch. Etwas Zeit sollte mitgebracht werden versteht sich. Je nach Settings sind wir hier mit 10-30 Minuten unterwegs. Am Ende kommt eine ausführliche Website als Ergebnis heraus. In diesem Fall ist mein Speedport als „schnellster DNS-Server“ angegeben. Alternativen und ausführliche Informationen werden entweder im HTML-File oder als .csv zur Verfügung gestellt.

namebench_result

Raspberry Pi 3 Leistung

Nach dem Artikel zum Raspberry Pi 3, in dem ich die Hardware für das finanzielle Budget als ausreichend bezeichnet habe, gibt es von den c’t Labs nun den Test bezüglich Performance und Leistungsaufnahme.

Bezüglich der CPU-Leistung beziffert c’t dies mit (Quelle)

Raspi-Version Coremark 1 Thread / 8 Threads
Raspberry Pi 3 B 3504 / 13.717 Punkte
Raspberry Pi 2 B 2278 / 8910 Punkte

Die Stromaufnahme ist von 3 Watt auf 4,7 Watt gestiegen. Dies ist im Verhältnis eine relativ krasse Steigerung. Die Single Core-Performance hat sich dennoch verbessert, während der Raspberry Pi 2 in der Multicore-Performance mehr Leistung pro Watt erzielt als der Raspberry Pi 3.

Im Vergleich zu meinem vorhergehenden Thread finde ich auch folgenden Satz von c’t interessant:

Bei längerer Volllast auf allen Kernen erwärmt sich der Chip BCM2837 kräftig, nämlich auf mehr als 80 Grad Celsius.

Wenn der Bastelknecht daheim immer mehr Leistung liefern soll, wirkt sich dies auch auf die Temperatur aus. Die Konkurrenz schickt ebenso schon Octa-Core Geräte ins Rennen, die dann aber mit einem aktiven Kühler aufwarten. Ab hier ist dann meiner Meinung nach wieder die Grenze zwischen vollwertigem Desktop/Server und Bastelrechner erreicht.

Die Specs des Raspi sind noch vertretbar:

SoC: Broadcom BCM2837
CPU: 4× ARM Cortex-A53, 1.2GHz
GPU: Broadcom VideoCore IV
RAM: 1GB LPDDR2 (900 MHz)
Networking: 10/100 Ethernet, 2.4GHz 802.11n wireless
Bluetooth: Bluetooth 4.1 Classic, Bluetooth Low Energy
Storage: microSD
GPIO: 40-pin header, populated
Ports: HDMI, 3.5mm analogue audio-video jack, 4× USB 2.0, Ethernet, Camera Serial Interface (CSI), Display Serial Interface (DSI)

Dass der Raspberry Pi 3 deutlich mehr Strom benötigt und die Leistung in Watt und Hitze gezahlt wird, ist auch auf Raspberrypi.org bekannt. Unter dem Punkt power draw wird hier ersichtlich, dass der Pi3 im Vergleich zu den Vorgängern teilweise den dreifachen Stromverbrauch selbst im Idle hat.

Powerdraw
Quelle: https://www.raspberrypi.org/

Der Raspberry Pi 3 ist aus meiner Sicht die Grenze zwischen „Bastelrechner“/“Miniserver“ und einem größeren Formfaktor wie dem Intel NUC. Wenn mehr Leistung erzielt werden soll, würde dies den Einsatzzweck von vielen Raspberry Pi’s grundlegend neu definieren.

Intenso Ultra Line 128GB

Da ich in letzter Zeit vermehrt mit USB-Sticks hantieren muss, habe ich mir für verschiedene Boot- und Datensticks einige unterschiedliche Sticks geholt. Da die Performance beim Arbeiten merklich unterschiedlich scheint, möchte ich die Sticks grundsätzlich für mich benchmarken.

Das Gerät, an dem getestet wird, ist ein Intel NUC mit USB 3.0, um die USB-Sticks auch ausreizen zu können. Die Software, mit der getestet wird, ist CrystalDiskMark in Version 5.1.2. Die Sticks werden mit NTFS formatiert und als Sektorengröße der Herstellerstandard verwendet.

Das Testobjekt ist der Intenso Ultra Line, der beim Großhandel im Angebot war. Die Größe des Sticks ist 128GB. Im Vergleich zur Intenso Alu Line (Test folgt in den nächsten Tagen) ist die Qualität fühlbar besser. Der Stick hat eine aufsteckbare Kappe, der Anschluss als solcher kann nicht „eingezogen“ werden. Die Kappe sitzt bei der Ultra Line fest, bei der Alu Line ist diese relativ wackelig. Die Maße des USB-Sticks sind relativ klein (17 x 59 x 7 mm (H x B x T)) und mit 6g ist das Gewicht verschwindend gering. Das Benchmark-Ergebnis ist unten angehangen.

Intenso Ultra Line 128GB

Als persönliches Fazit kann ich zum Produkt bei dem durchschnittlichen Angebotspreis aus meiner Sicht eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Die 128GB-Version liegt beim normalen Straßenpreis in der Regel unter 40Euro, die kleineren Versionen beginnen (16GB) bei ca. 8Euro. Die Geschwindigkeit ist nicht übermäßig und eher Durchschnitt. Dafür ist die Kompatibilität überzeugend (bisher noch an keinem Gerät Probleme gehabt, selbst USB auf USB-C Adapter funktionieren). Der Preis rechtfertigt dann die gesunde Mischung aus geringer Größe, leichtem Gewicht, guter Kompatibilität und mittelmäßiger Geschwindigkeit.

Links zu Amazon:

Intenso Ultra Line 16 GB USB-Stick USB 3.0 silber

Intenso Ultra Line 32 GB USB-Stick USB 3.0 silber

Intenso Ultra Line 64 GB USB-Stick USB 3.0 silber

Intenso Ultra Line 128 GB USB-Stick USB 3.0 silber