Dorf-Entwicklung

Hesselbach: Bangen um die kleine Kita, hoffen aufs Dorfcafé

Gebäude-Management, auch fürs Freibad – dazu sollen in Hesselbach zunächst einmal alle Gebäude und Anlagen mit öffentlichem Charakter betrachtet werden.

Foto: Anna-Lina Müller

Gebäude-Management, auch fürs Freibad – dazu sollen in Hesselbach zunächst einmal alle Gebäude und Anlagen mit öffentlichem Charakter betrachtet werden. Foto: Anna-Lina Müller

Hesselbach.   Der Arbeitskreis „Zukunft Hesselbach“ hat Ideen, um die AWO-Kita im Ort zu halten. Und zwei Frauen wollen den Traum vom Klön-Treff realisieren.

Ein Dorfcafé für Hesselbach – das wäre für viele der rund 600 Einwohner schon ein Traum. Nachbarn und Bekannte treffen, ein bisschen klönen bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen – eine gute Idee. Zugleich bangen die Bewohner um die AWO-Kita im Ort – mit 14 Kindern der wohl kleinste Kindergarten im Altkreis Wittgenstein.

Beim jüngsten Bürgertreffen im Dorfgemeinschaftshaus wurde berichtet: Die AWO finde die Einrichtung zu klein und zahle keine Miete, habe „nur Betriebskosten“. Die Idee nun im Dorf: Mit den Erzieherinnen ein „Alleinstellungsmerkmal“ schaffen, welches das Kita-Angebot attraktiver macht. Ist außerdem eine Fusion mit der AWO-Kita Fischelbach denkbar? Auch die neue heimische CDU-Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach oder „Entscheider vom Kreis Siegen-Wittgenstein“ wollen die Bürger ins Boot holen, um die Zukunft der Einrichtung zu klären. Und im Protokoll zum Bürgertreffen ist als Hinweis festgehalten: „Es hilft, Kinder voranzumelden, um Potential zu zeigen.“

Erfolge mit der „Bücherbox“

Was das Dorfcafé betrifft, haben sich zwei Frauen aus dem Ort „schon Gedanken gemacht“, weiß Dirk Messerschmidt, einer der Initiatoren im Arbeitskreis „Zukunft Hesselbach“. Aber im Dorf ist im Moment noch mehr los, denn: Der Arbeitskreis kümmert sich um viele „Baustellen“ gleichzeitig.

Erfolge kann bereits die Arbeitsgruppe „Bücherbox“ melden: Das gleichnamige neue Angebot im Kurpark werde angenommen, an den Regalen sei Bewegung zu verzeichnen, hieß es beim jüngsten Hesselbacher Bürgertreffen. Mehr noch: Über zusätzliche Schränke oder Regale würde man sich freuen. Offen ist allerdings noch, wo die Bücherbox im Winter untergebracht und vor der Witterung geschützt werden kann.

Elektronischer Termin-Kalender für alle

Im Aufbau ist außerdem ein Gebäude-Management, bei dem zunächst einmal alle Gebäude mit öffentlichem Charakter betrachtet werden – von der Skihütte über das Freibad bis hin zum Dorfgemeinschaftshaus samt AWO-Kita. Auch über Baulücken und ihre Nutzung wird dabei diskutiert.

Im Kopf haben die Hesselbacher auch einen „Elektronischen Kalender“ für die wichtigen Termine im Ort. „Für die Dorfjugend gibt es den ja schon“, weiß Dirk Messerschmidt. „Die nutzen den schon ganz rege“. Und bald könnte es die digitale Übersicht auch für die Computer und Smartphones der übrigen Bewohner geben. „Dennis Blecher von der Dorfjugend würde sich darum kümmern.“

Bürger bleiben beim Internet dran

Apropos Technik: Wie läuft’s denn in Hesselbach mit dem Internet? Gar nicht mal so schlecht, meint Messerschmidt. „Wir haben hier 16 bis teilweise 50 Megabit pro Sekunde.“ Doch die Bewohner wollen mehr: Sollte es nicht gemeinsam mit Kreis Siegen-Wittgenstein oder Telekom zu schaffen sein, Hesselbach mit noch schnellerer Glasfaser zu versorgen?

Und das Dorfcafé? Steht auf jeden Fall beim nächsten Bürger-Treffen auf der Tagesordnung. Geplanter Termin: Freitag, 13. Oktober, ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Dort könnte übrigens auch das Café demnächst eröffnen.

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