Von Würde und Ehre ist in der Arbeitswelt selten die Rede. Ausgerechnet damit begründet die Bayerische Staatskanzlei aber, warum es recht und billig sei, dass Günter Fröhlich, ein Philosophieprofessor in Regensburg, unbezahlt arbeitet. Der 47-Jährige muss, wie Tausende andere habilitierte Wissenschaftler in Deutschland, Vorlesungen umsonst halten. Wenn er das verweigert, werden ihm seine Titel abgenommen. Mit einer Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof will er nun feststellen lassen, ob es mit den Grundrechten vereinbar ist, dass er sich seinen Beruf nur leisten kann, wenn er zwei Tage in der Woche in einem Caféhaus am anderen Ende der Stadt bedient.