HIV-Infektion, Symptome

HIV ist die Abkürzung für Humanes Immundefizienz-Virus. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die ein Leben lang bestehen bleibt, aber mit Medikamenten behandelbar ist. Falls keine Therapie erfolgt, wird das Immunsystem nach und nach so angegriffen und geschwächt, dass sich AIDS entwickelt.

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Bei ungefähr der Hälfte der HIV-Infizierten kommt es ca. zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung zu leichten Symptomen. Vielen Betroffenen fallen diese frühen Symptome nicht auf, da sie den Beschwerden bei einer ganz gewöhnlichen Erkältung ähneln.

Es dauert meist sehr lange, bis das Immunsystem durch die HIV-Infektion so weit angegriffen ist, dass man krank wird. Die symptomfreie Zeit kann sich über 10 bis 30 Jahre, in manchen Fällen sogar noch länger, erstrecken. Bei einer früh einsetzenden Behandlung dauert es meist viel länger, bis Erkrankungssymptome auftreten, unter Umständen kommt es auch gar nicht dazu.

Frühe Symptome einer HIV-Infektion

Die Anzeichen einer akuten bzw. primären HIV-Infektion, die ein paar Wochen nach der Ansteckung auftreten können, erinnern an die Symptome einer ganz gewöhnlichen Erkältung. Sie treten auf, wenn der Körper beginnt, Antikörper gegen HIV zu bilden, und äußern sich z. B. in Fieber, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, vermindertem Appetit, Durchfall, geschwollenen und schmerzenden Lymphknoten sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Bei Antikörpern handelt es sich um einen Teil der Immunabwehr, mit dem das Immunsystem Infektionen bekämpft. Die frühen Symptome dauern ungefähr ein bis zwei Wochen und gehen ohne Behandlung wieder zurück.

Weil die Symptome so unspezifisch sind, merken viele nicht, dass sie sich mit HIV infiziert haben. Beim Verdacht auf eine HIV-Infektion sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt führt dann einen HIV-Test durch. HIV-Tests können auch anonym und kostenlos durchgeführt werden, z. B. bei Gesundheitsämtern.

In dieser frühen Phase ist die Ansteckungsgefahr sehr hoch, das heißt, dass die Infektion besonders leicht auf andere übertragen wird.

Späte Symptome einer HIV-Infektion und AIDS

Mehrere Jahre nach der primären Infektion können die ersten Anzeichen für eine geschwächte Immunabwehr auftreten. Solche Anzeichen können z. B. eine Gürtelrose, ein seborrhoisches Ekzem im Gesicht oder ein Pilzerkrankung im Mundraum sein. Diesen Symptomen können später dann sogenannte opportunistische Infektionen folgen. Dabei handelt es sich um Infektionen, die entstehen, wenn sich die weit fortgeschrittene Immunschwäche zu AIDS entwickelt. Beispiele für solche Infektionen sind Lungenentzündung und Tuberkulose. Bei einer weiteren Schwächung des Immunsystems können auch bestimmte Krebsarten auftreten. Opportunistische Infektionen können sich in vielen unterschiedlichen Symptomen äußern, z. B. Husten, Kurzatmigkeit, Schluckbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen, Verwirrungszustände, Gewichtsabnahme, Kraftlosigkeit und Sehprobleme. Diese Symptome sind darauf zurückzuführen, dass das Immunsystem nicht mehr ausreichend Schutz gegen Infektionen leisten kann.

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Philipp Ollenschläger, Medizinjournalist, Köln

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel HIV-Infektion und AIDS. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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