Bosse kassieren Boni trotz Job-Kahlschlag Die VW-Sauerei!

Bei Volkswagen werden 30 000 Stellen gestrichen. Der Konzern hat über Jahre die Zukunft verpennt und in großem Stil seine Autos manipuliert.

Die Belegschaft muss nun die Suppe auslöffeln.

Das ist schon schlimm genug. Aber die Geschichte geht weiter. Viel weiter.

Verbockt hat es bei Volkswagen eine Gruppe von bestens bezahlten Managern und Bossen. Einige von ihnen haben das Unternehmen in Schimpf und Schande schon verlassen. Andere haben sich auf neue, manchmal sogar noch bessere Posten gerettet.

Die tiefe Krise des Konzerns geht auf ihr Konto. Millionen an „Erfolgsprämien“ auch. Unglaublich.

Die Folgen des Abgas-Skandals

Noch einmal, zum Mitschreiben: Sehr gut verdienende Manager haben ein Desaster zu verantworten. Und sie werden belohnt, als ob sie es verhindert oder gar das Unternehmen in eine strahlende Zukunft geführt hätten.

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Wundert es da noch irgendjemand, dass die Wut wächst im Land? Wenn ganz Linke und ganz Rechte immer lauter Applaus bekommen, weil sie das eine Schweinerei des „Systems“ nennen? Und wenn sie – einen Schritt weiter – Demokratie, Marktwirtschaft und freier Gesellschaft insgesamt ein „Schweine-System“ nennen?

Ebenso verstörend wie die Anstandslosigkeit der kassierenden Bosse ist die Willfährigkeit von Gewerkschaften und Politik, den Skandal bei Volkswagen geschehen zu lassen: Die Hälfte der Sitze im Aufsichtsrat wird von den Gewerkschaften besetzt. Gegen sie geht nichts. Im Aufsichtsrat sitzt auch der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil. Er nennt sich Sozialdemokrat und vertritt die Anteile seine Landes. Gegen ihn geht auch nichts.

Theoretisch.

Praktisch dagegen geht alles mit ihnen, alles. Sie schweigen und heben die Hand: für das Kassieren. Und für den Kahlschlag.

Und ausgerechnet die Gewerkschaften spalten die Gesellschaft noch tiefer: Sie loben sich selbst dafür, dass sie die Stammbelegschaft (den Stamm) vor Entlassungen geschützt haben. Nicht zum Stamm gehören die Leiharbeiter.

Pech gehabt. Ist nur zweite Klasse. Kann man abhängen. Kräht kein Hahn nach.

Aber diese Menschen sind auch Wähler. Und das könnte sich rächen. Nicht nur an der SPD.

Der Tag bei Volkswagen war ein guter Tag für alle, die sowieso schon gegen Demokratie, Marktwirtschaft und „die da oben“ hetzen – und damit auf Stimmenfang gehen.

Sie haben neues Futter bekommen.