Polizei-Skandal in NRW: Polizeischüler als Salafist enttarnt – im letzten Augenblick

Ein Polizeischüler aus NRW wurde als Salafist enttarnt. (Symbolfoto)
Ein Polizeischüler aus NRW wurde als Salafist enttarnt. (Symbolfoto)
Foto: imago, Montage: DER WESTEN

Bielefeld. Ein Polizeischüler des Präsidiums Bielefeld ist quasi in letzter Minute als Salafist enttarnt worden. Kurz vor seiner Verbeamtung kam seine Nähe zu Hasspredigern und Kontakte in die Salafisten-Szene heraus.

Bereits im März 2015 hatte ein Ausbilder Hinweise auf eine Radikalisierung des Moslems gemeldet, wie die „Neue Westfälische“ berichtet.

Als sich im November 2016 auch Mitschüler des angehenden Polizisten bei ihren Vorgesetzten meldeten und an der Eignung des Polizeischülers zweifelten, wurde der Verdacht des Polizeipräsidiums Bielefeld konkret.

Bielefeld: Salafistischen Polizeischüler von Präsidium enttarnt

Wie sich durch eine Prüfung des Falls herausstellte, hatte der Polizeischüler drei Seminare eines Hasspredigers in Ostwestfalen besucht, zudem die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo relativiert und Koran-Verteilungen im Rahmen der „Lies!-Aktion“ verteidigt.

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Kurz vor der Verbeamtung lehnte die Polizei Bielefeld wegen des fundamentalistischen Verständnisses des Islams das „Beamtenverhältnis auf Probe“ ab. Die anschließende Klage des Polizeischülers wurde nun als unbegründet abgeschmettert und damit die Entlassung des salafistischen Polizeischülers bestätigt.

LAFP-Sprecher: „Polizisten müssen über jeden Verdacht erhaben sein“

„Polizisten müssen über jeden Verdacht erhaben sein, extremistische Anschauungen zu vertreten oder zu dulden“, zitiert die „Neue Westfälische“ Victor Ocansey, den Sprecher des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) bei der Polizei NRW.

Laut Ocansey war es der erste Vorfall dieser Art in den vergangenen Jahren. (dso)

 
 

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