Vor Norwegens Küste entdeckt Ist dieser Beluga-Wal
ein russischer Spion?

Oslo – Mysteriöse Entdeckung vor der norwegischen Küste! Fischer bemerkten einen Beluga-Wal mit einem Brust-Riemen. Die Männer befreiten den Meeressäuger von dem Gurt und stellten fest, dass dieser die Aufschrift „Equipment of St. Petersburg“ („Ausrüstung St. Petersburgs“) trug.

Außerdem war an dem Gurt eine Kamera befestigt. Das berichtet die Tageszeitung „Verdens Gang“. Joar Hesten, einer der Seeleute, sei mit seinem Kollegen Joergen Ree Wiig ins kalte Wasser gesprungen, als sie den Beluga sahen. Wiig: „Das norwegische Militär hat großes Interesse an der Kamera gezeigt“.

Joergen Ree Wiig mit den Riemen, die der Wal trug. Auch die Kamera nahm er an sich
Joergen Ree Wiig mit den Riemen, die der Wal trug. Auch die Kamera nahm er an sichFoto: Joergen Ree Wiig / AP Photo / dpa

Ein Wal als Spion?

Norwegen vermutet, das Tier könne von der russischen Armee als Spion eingesetzt worden sein.

Audun Rikardsen, Professor von der Abteilung für Arktisforschung und Meeresbiologie der „Arctic University of Norway“ in Tromsø, sagte der Nachrichtenagentur AP, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass die russische Marine in Murmansk etwas mit den Equipment des Meeressäugers zu tun habe.

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Denn: Im Schwarzen Meer setzte die russische Marine dressierte Delfine zur Minensuche ein. Eine Einrichtung in Sewastopol wurde nach dem Untergang der Sowjetunion geschlossen. Kurz nach der Annexion der Krim-Halbinsel soll diese wieder eröffnet worden sein. Fakt ist: 2016 gab es eine öffentliche Ausschreibung des Verteidigungsministeriums zum Kauf von fünf Delfinen.

Fischer entdeckten den Meeressäuger vor der Küste Norwegens
Fischer entdeckten den Meeressäuger vor der Küste NorwegensFoto: Joergen Ree Wiig / AP Photo / dpa

Russische Experten beteuern indes, der Beluga-Wal sei nicht vom russischen Militär genutzt worden. Sie sprechen von einer westlichen „Provokation“.

Laut Rikardsen handelt es sich bei dem Säuger aber definitiv nicht um einen wilden Wal: „Das ist ein zahmes Tier, dass es gewohnt ist, Nahrung gefüttert zu bekommen. Deshalb hat es den Kontakt zu den Fischern gesucht“, so der Forscher.