O’Brien befreite Rapper A$ap Rocky Trumps Geisel-Experte
wird Sicherheitsberater

Im August vor einem Gericht in Stockholm: Der US-Geisel-Gesandte im Rang eines Botschafters Robert O'Brien ist auf einer speziellen Mission – er soll einen Rapper befreien
Im August vor einem Gericht in Stockholm: Der US-Geisel-Gesandte im Rang eines Botschafters Robert O'Brien ist auf einer speziellen Mission – er soll einen Rapper befreienFoto: FREDRIK PERSSON / AFP

Robert O’Brien wurde Anfang August zum Helden US-amerikanischer Rap-Fans – nun wird er der Nationale Sicherheitsberater der USA!

Der US-Rapper A$AP Rocky (30) saß in Schwedens Hauptstadt Stockholm wegen einer Schlägerei in Untersuchungshaft. Dann schickte US-Präsident Donald Trump (73) seinen Sondergesandten für Geiselangelegenheiten nach Schweden: Robert O’Brien, der als Sonderbotschafter Diplomaten-Status genießt.

Die Entsendung war spektakulär! Zwar wurde mit A$AP Rocky ein US-Bürger festgenommen, ob ein Verfahren wegen Körperverletzung gleich als eine Geiselnahme einzustufen war, galt aber als fragwürdig.

Was Trump jedoch erreichte: Er machte aus einer Gerichtsverhandlung eine diplomatische Angelegenheit – und der Rapper wurde tatsächlich freigesprochen!

Trump hatte Schweden zuvor scharf angegriffen und aus der Verhaftung eine politische Affäre gemacht. Die USA würden „so viel“ für Schweden tun – andersherum sei dies aber offenbar nicht der Fall, schrieb Trump auf Twitter.

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Eine Woche nach dem Rauswurf John Boltons hat US-Präsident Donald Trump nun die Ernennung O’Briens zum neuen Nationalen Sicherheitsberater angekündigt.

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O'Brien sei bislang „sehr erfolgreich“ als Sondergesandter für Geiselangelegenheiten im Außenministerium tätig gewesen, erklärte Trump am Mittwoch auf Twitter.

Trump hatte in der vergangenen Woche Bolton um seinen Rücktritt gebeten. Er schrieb bei Twitter: „Ich bin entschieden anderer Meinung bei vielen seiner Vorschläge, so erging es auch anderen in der Regierung. Daher habe ich John um seinen Rücktritt gebeten. Ich werde nächste Woche einen neuen Sicherheitsberater ernennen.“

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Bolton, der anderthalb Jahre als Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus diente, war immer als außenpolitischer Hardliner bekannt. Sein Abgang war für viele Beobachter eine Frage der Zeit – dass er überhaupt 500 Tage durchhielt, überraschte manche.